Unsere Schulhunde Magic, Kiwi und Lou

Seit 2010 setzen wir an unserer Schule, der Nelly-Sachs-IGS Worms, nach einem erstellten pädagogischen Konzept Schulhunde ein. Unsere Schulhunde haben alle ein freundliches Wesen, sind absolut verträglich mit Menschen jeden Alters, haben eine hohe Toleranz- und Reizschwelle, sind umweltsicher, haben einen guten Gehorsam und machen ihre Arbeit an der Schule souverän und leise. Selbstverständlich sind alle Hunde im Einsatz gesund, geimpft, gepflegt und werden regelmäßig entwurmt.


Die Schulhunde stellen sich vor:

Magic


Magic ist ein Jack Russell Rüde. Er ist am 30.03.2007 geboren und mit ihm fing alles an, er war der erste Schulhund an der Nelly-Sachs-IGS. Zum Zeitpunkt des ersten Einsatzes war er 3 Jahre alt. Er ist aufgrund seiner Rasse, seines Wesens, seines guten Gehorsams und seiner Lernwilligkeit für den Einsatz in der Schule sehr gut geeignet und hat den Kindern seither viel Freude bereitet. Nun geht er langsam in Schulhunde-Rente und genießt seine noch kommenden Jahre mit seinem Frauchen Frau Swartout, die er seit seiner 10. Lebenswoche begleitet.

Kiwi



Kiwi ist eine Australian Cattle Dog-Hündin. Sie wurde am 19. Mai 2011 in der Schweiz geboren und lebt seitdem sie 9 Wochen alt ist, bei Frau Machenheimer und ihrer Familie. Sie ist aufmerksam, charmant, lieb, selbstbewusst, sozial, clever und gelehrig. 2013 absolvierte Kiwi zusammen mit Frau Machenheimer die Schul- und Therapiehundeausbildung bei „Tiere als Therapie (TAT)“. Seitdem begleitet sie Frau Machenheimer regelmäßig mit in die Schule und versüßt den Kindern den Schulalltag mit ihrer Anwesenheit, mit Streicheleinheiten, mit Tricks und einigem mehr…

Lou



Lou ist eine Sheltie-Hündin. Sie wurde am 29. April 2020 geboren. Sie lebt seit ihrem ersten Atemzug bei Frau Machenheimer und ihrer Familie, da sie dort geboren wurde. Lou ist eine sehr liebe, nette, leicht zurückhaltende, zierliche Hündin, die gerne arbeitet, spielt, Tricks macht und sehr schnell lernt. Sie begleitet aktuell Kiwi bei ihrem Einsatz in der Schule und soll sie in Zukunft bei ihrer Arbeit in der Schule unterstützen.

Unsere Regeln im Umgang mit dem Schulhund:


Wichtig im Umgang mit den Schulhunden sind Regeln. Auf folgende Regeln hat sich die Schulgemeinschaft der Nelly-Sachs-IGS Worms geeinigt:
  • Ein Hund – ein Kind! Wir möchten nur von einem Kind gestreichelt werden!
  • Wir bestimmen, bei wem wir sein möchten!
  • Ärger uns nicht!
  • Wenn wir uns gemütlich hinlegen (auf unsere Decke, unter den Tisch, etc.), dann möchten wir allein sein!
  • Ruf uns (ohne Erlaubnis der Lehrkraft) nicht!
  • Sei leise – wir hören gut!
  • Bewege dich langsam, damit wir nicht erschrecken!
  • Lass nichts auf dem Boden liegen, wir finden alles!
  • Füttere uns nur, wenn es erlaubt ist!


Einsatz der Schulhunde an der Schule:

Einsatz im Klassen- / Kursunterricht


Die Schulhunde haben ihren festen, ruhigen Platz im jeweiligen Teamraum von Frau Swartout/ Frau Machenheimer. Von hier aus begleiten sie die Lehrkräfte in den Klassen- / Kursunterricht. Dort bewegen sich die Hunde ohne Leine. Auf den Fluren und auf dem Schulhof laufen sie in der Regel angeleint. In der überwiegenden Zeit des Unterrichts wird dem normalen Unterrichtsgeschehen nachgegangen, das heißt die Aufmerksamkeit der Lehrerinnen liegt auf den Schüler/innen und der Vermittlung der Unterrichtsinhalte. Schnell gewöhnen sich die Schüler an die Anwesenheit des Hundes. Der Hund wirkt sich dabei jedoch positiv auf die Lernatmosphäre, Sozialverhalten, Konzentration, Ruhe und Aufmerksamkeitsspannen aus.

Besuche in anderen Klassen


Nach Bedarf gehen Frau Swartout / Frau Machenheimer mit ihren Hunden auch in andere Klassen.

Hunde-Pausenzeit


Einmal in der Woche sind die Schulhunde für die Schüler/innen in einer großen Pause da. Maximal drei Schüler dürfen diese Pause mit dem Schulhund verbringen. In dieser Zeit erhalten die Schüler/innen Gelegenheit diesen zu streicheln, sich von ihm trösten zu lassen, ein paar Tricks mit ihm zu machen, eine kleine Runde spazieren zu gehen, usw.

Im Rahmen einer Schulhund-AG


Im Regelunterricht ist die Zeit für besondere Aktivitäten mit Hund recht beschränkt, im Rahmen einer AG dagegen sind der Kreativität, wie ein Hund sinnvoll eingebunden werden kann, kaum Grenzen gesetzt. Hier kann der Hund somit in unterschiedlichster Weise zum Einsatz kommen. Darüber hinaus stehen natürlich auch die Wissensvermittlung und das Beantworten von Fragen zum Thema Hund auf dem Programm.

In der Nachmittagsbetreuung


Bei der Nachmittagsbetreuung ergibt sich ein gut geeignetes Einsatzfeld für den Schulhund, bei dem er, wie im Klassenunterricht, durch seine Anwesenheit positiv unterstützend wirkt.

Im sonderpädagogischen Bereich


Speziell Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Defiziten profitieren von einem Schulhund, da ihre Beziehung zur menschlichen Lehrkraft durch ihre Einschränkungen oft erschwert ist. Der Hund fördert auch hier Entspannung, Konzentration, Selbstmotivation, Selbstkontrolle und hat einen günstigen Einfluss auf das Sozialverhalten. Bestimmte Übungen mit dem Hund können die Motorik und Koordination verbessern, wobei schon Übungen des Grundgehorsams, wie das Bei-Fuß-Gehen, Koordination und Kontrolle über die Körpersprache verlangen. Diese Schüler/innen können zu festgelegten Zeiten und nach Bedarf mit dem Schulhund arbeiten.

Erfahrung im Einsatz der Schulhunde an der Nelly-Sachs-IGS:


Die Erfahrungen beim Einsatz der Schulhunde sind durchweg positiv. Sie bestätigen uns, was die Studien belegen:
  • Die Kinder reagieren mit mehr Ruhe und Konzentration.
  • Sie übernehmen Verantwortung.
  • Sie bauen Selbstbewusstsein und -vertrauen auf.
  • Die Freude auf Schule und Unterricht wird gesteigert.
  • Zu Aggression neigende Kinder bauen, durch zum Beispiel streicheln und kuscheln mit dem Hund, ihre Anspannungen ab und bewirkt dadurch emotionale Stabilität.
  • Durch das Berühren der Hunde kann ebenso Stress reduziert werden.
  • Die Sprachförderung wird gestärkt, denn Sie kommen durch die Hunde ins Gespräch oder sprechen mit dem Hund / geben ihm Kommandos.
  • Der liebevolle Umgang mit dem Hund überträgt sich auf den Umgang miteinander.
  • Kinder, die keinen Hund haben, lernen, mit Hunden richtig umzugehen.
  • Durch das Arbeiten mit dem Hund lernen die Kinder, sich entsprechend bewusst und feinfühlig zu bewegen.
  • Eventuelle Ängste vor Hunden werden durch positive Erlebnisse genommen.
  • Ein Hund vermittelt Achtung, Wärme und Zuneigung.
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