Get Adobe Flash player

Information zum Thema Therapiehund:

(aus Das Therapiehunde-Team Ein praktischer Wegweiser von Inge Röger-Lakenbrink)

 

Therapiehunde verbleiben als ausgebildete Hunde bei ihren ebenfalls geschulten Besitzern, um zusammen als Team pädagogische und therapeutische Maßnahmen in unterschiedlichen Institutionen und Einrichtungen zu unterstützen.

Zu betonen ist, dass ein Therapiehund seine Aufgaben nur in Zusammenarbeit mit seinem Menschen optimal erfüllen kann – er begleitet ihn nur als tierische Unterstützung.

Man unterscheidet drei Einsatzbereiche von Therapiehunde-Teams, die allerdings fließend ineinander übergehen und nicht strikt zu trennen sind.

  • Animal-Assisted-Activities (AAA) „Tiergeschützte Fördermaßnahmen“
  • Animal-Assisted-Therapie (AAT) „Tiergestützte Therapie“
  • Animal-Assisted-Padagogy (AAP) „Tiergestützte Pädagogik“

Bei der tiergestützten Pädagogik werden erfahrene Erzieher, (Heil-)Pädagogen, Lehrer und Sozialarbeiter zum Therapie-Team ausgebildet und gezielt in Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen eingesetzt. Allgemein wird die tiergestützte Pädagogik als pädagogische Fördermaßnahme verstanden, in der Gruppen von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen und leichten Handicaps durch das Medium Tier positiv in ihrer Entwicklung gefördert werden.

 

Es hat sich gezeigt, dass in allen eingesetzten Fachbereichen durch die Unterstützung der Tätigkeit der Therapiehund-Teams folgende Verhaltensweisen und Reaktionen beeinflusst werden:

  • Die Menschen öffneten sich leichter und wurden zugänglicher für die unterschiedlichsten Maßnahmen und Therapieformen.
  • Die Motivation intensivierte sich deutlich, auf verschiedene Angebote einzugehen und Hilfsmittel zu akzeptieren, ich zu beteiligen und aktiv zu agieren.
  • Das Selbstvertrauen wurde gestärkt und ein positives Selbstwertgefühl konnte sich entwickeln.
  • Eine Stressreduktion erfolgt bei Menschen jeden Alters in der Gruppe und in der Einzelfallhilfe – Beruhigung und Entspannung waren die Folge.
  • Die Aufhebung von sozialer Isolation und Einsamkeit wirkte antidepressiv – eine individuelle Beziehung, die natürlichen Körperkontakt zuließ, konnte erlebt werden.
  • Die Bereitschaft zur körperlichen Bewegung stieg erheblich – die Grob- und Feinmotorik wurde dadurch aktiviert. Darüber hinaus wurden geistige und sprachliche Fähigkeiten gefordert und trainiert.

Soziale Interaktionen verstärkten sich und die Bereitschaft zur Kommunikation nahm zu.